Medieninformation paraflows.XII apocalypse

Das paraflows Festival widmet sich heuer dem Schwerpunktthema „apocalypse“ und zeigt auf unterschiedliche Arten das Spiel mit angstbesetzter Rhetorik.

Wien, 2017-09-15 / Das paraflows Festival für digitale Kunst und Kulturen geht ab September in die 12. Runde und legt den Fokus auf das Thema der Rhetorik des Apokalyptischen. Das Festival befindet sich mitten in der Transformation zu einer Plattform: Es beinhaltet ein Symposium, eine Konzertreihe, eine Kinofilmpremiere, ein Theaterstück, die Verleihung des WOLO Awards und eine Buchpräsentation.



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Factsheet paraflows.XII


Ist die Endzeit wirklich nah?

Die Rhetorik des Apokalyptischen hat wieder einmal Konjunktur. paraflows beschäftigt sich 2017 mitder alles entscheidenden Frage, was sich der aktuellen Krisendynamik und jenen miteinanderverwobenen politischen, kulturellen, ökonomischen, ökologischen und „humanitären“Katastrophenszenarien entgegensetzen lässt. Hierbei soll es vor allem um die Frage gehen, ob derWandel hin zu solidarischen Wirtschafts- und Lebensweisen überhaupt gelingen kann und was esdafür braucht. Wie lassen sich ökologische Grenzen respektieren, Menschenrechte achten und einschranken- und bedingungsloses Solidaritätsprinzip durchsetzen? Ist das zum gegenwärtigen Standüberhaupt noch möglich – oder bedarf es erst großer Katastrophen, um eine grundlegendeVeränderung und ein allgemeines Umdenken, ja, eine Ökonomie, die sich nicht am individuellenProfit, sondern am allgemeinen Wohlstand orientiert auf den Weg zu bringen?


Das Symposium End/Zeit.


Das Symposium End/Zeit widmet sich angesichts der Zumutungen unserer Berichtsgegenwart ganzvorsätzlich dem Thema der Endzeit unter den Schwerpunktsetzungen Politik, Prognose undTechnologie. Gemäß dieser Leitlinie stehen Veränderungen, Formverluste und das Jonglieren mitPrognosen im Vordergrund. Im Literaturhaus wird am 23. September über die Apokalypse als Modelldiskutiert, das nicht einfach nur für sich steht, sondern nach permanenter Auslegung und Reflexionverlangt. Dies beinhaltet auch die Option zur kritischen Erneuerung und sinnstiftenden Umkehr.

Datum: 23. September 2017; Ort: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien


Konzertreihe re_composed


Bereits zum siebenten Mal wird im Rahmen von paraflows die Konzertreihe re_composed aufgeführt. Heuer findet das musikalische Ereignis in Kooperation mit der Gesellschaft für Klangreihenmusik statt. Musikerinnen und Musiker der Gegenwart setzen sich mit der Frage des Komponierens im Zusammenhang mit der sich veränderten und immer unberechenbar werdenden Welt auseinander. Diese Fragestellung wird auch in ihrer Musik, ihren Kompositionen und Arbeiten weitergeführt.

Datum: 20. bis 23. September 2017; Ort: Garnisongasse 7, 1090 Wien (freier Eintritt!)

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Stefan Fraunberger
Pia Palme
Laura Mello
Chra
DRØØM
Vinzenz Schwab & Philip Leitner
Fabrica de Nubes
Sonic Luz

 

# WOLO 2017 – Der Wolfgang Lorenz Gedenkpreis.

Dem "Scheiß Internet", in das sich junge Menschen "verkriechen", hat ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz im Herbst des Jahres 2008 den Kampf erklärt. Wenn das nicht Grund genug ist, nach dem Visionär einen Preis zu benennen, was dann? Das Wiener KünstlerInnen-Kollektiv monochrom hat deshalb den "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten" gestiftet. Auch heuer werden wieder im Rahmen einer triumphalen Abendshow im Salon Razumovsky (gehostet von Johannes Grenzfurthner) unzählige Personen und Institutionen nominiert und der Gewinner des #wolo 2017 sowie des Publikumspreises gekürt. www.monochrom.at/wolo

Datum: 14. Oktober, 2017; Ort: Salon Razumovsky, Jacquingasse 57, 1030 Wien ab 20 Uhr

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Das Theaterstück Steppenrot.

Ein Siebziger-Jahre-Terror-und-Sühne-Weihnachtsmusical-Lustspiel

Im Mittelpunkt des Lustspiels steht Josef Grassl, der Bahnhofswärter im steirischen Ort Anger. Und er hat einen Traum: Der alte Sozialdemokrat möchte sein Herzensprojekt „Steppenrot“, einen WesternVergnügungspark am Bahnhofsgelände, errichten. Doch wie soll er dies finanzieren? Sein einsames und einfaches Leben erfährt eine plötzliche Wendung, als seine Tochter nach Jahren überraschend vor der Tür steht.

Eine Geschichte der 1970er Jahre, des RAF-Terrors, des Anfangs vom Ende der Sozialdemokratie und die gefährliche Liebe zu Großprojekten im Tourismus verschmelzen zu einem Theatermusical, in dem auch Tito und Winnetou eine tragende Rolle spielen und das Publikum nie genau weiß, ob als nächstes zur Akustikgitarre oder zum Maschinengewehr gegriffen wird.

Regie: Johannes Grenzfurthner
Buch: Roland Gratzer, Sebastian Wilhelm, Johannes Grenzfurthner
DarstellerInnen: Lisa Semrad, Roland Gratzer, Conny Lee, Johannes Grenzfurthner, Hannes Duscher, Harald Homolka-List
Kostüm/Ausstattung: Sarah Strauss
Produktion: Günther Friesinger

Eine Kooperation mit dem Festival KOMM.ST / Neue Kunst - Alte Orte und monochrom

http://monochrom.at/steppenrot/

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Steppenrot (© Chri Strassegger)

 

Rückfragehinweis: 

paraflows: presse@paraflows.at; mobil: +43  676 847200600; http://paraflows.at